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Graffiti-Häschen

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Zeit, unsere Vorliebe für Bunnies kundzutun

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Der Althaus-Effekt

COX SWAIN Ski-/Snowboardhelm BONE, Farbe: Winter Camo, Größe: 58-62cm

Am Neujahrstag 2009 hielt nicht nur die Ski-Welt den Atem an: Bei einem schweren Pisten-Unfall fiel eine Slowakin dem thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus zum Opfer.

Ein nur scheinbar unwichtiges Detail: Herr Althaus trug einen Helm, seine Unfallgegnerin nicht. Der Ministerpräsident überlebte, die vierfache Mutter nicht. Fast drei Woche nach dem Vorfall zeigt ein Blick auf die Amazon.de Bestseller das folgende überraschende Bild: Auf Platz 3, der Ski-/Snowboardhelm BONE! (In Winter-Camouflage). Gefolgt von weiteren Skihelmen auf den Rängen 15, 16, 21 und 25. Ein Zufall?!

Herr Althaus wird sich nach seiner Genesung unangenehme Fragen nach Schleichwerbeverträgen mit der Skihelm-Industrie gefallen lassen müssen.

Doch der tragische Vorfall birgt auch Hoffnung auf eine humoristische Weiterentwicklung: Der von Monty Python eingeführte gigantische Stiefel oder das absurd große 16 t Gewicht, die beide Moderatoren abzustellen pflegen, könnten künftig durch einen Skifahrer ersetzt werden. Noch besser: In Zeiten digitalen, beinahe interaktiven Fernsehens, wäre eine »Althaus-Taste« auf der Fernbedienung wünschenswert. Diese würde dem Zuschauer erlauben, Quälgeister wie Johannes B. Kerner wortwörtlich »wegzuzappen«. Eben mit einem Ministerpräsidenten, der mit ca. 50 km/h durchs Fernsehbild rauscht und den Moderator von der Fernseh-Piste putzt.

Aus der Reihe »Musiker, die wie Lebensmittel heißen«

Jah Batta - Argument

Öffentlich-rechtliche Sturzflüge

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Nachdem das Moderationsniveau eines unerträglichen Johannes B. Kerner von Beginn seiner Sendung einen trudelnden Sturzflug beschrieb, folgten die „Breaking News“ bei heute nacht:

Notwasserung auf dem Hudson River! 150 Passagiere kommen mit dem Schrecken davon!

Das ist Reality-TV in der ersten Reihe, liebe Zuschauer! Spannender als jede Insolvenz, wilder als jedes Dschungelcamp und aufreibender als jede Abspeckshow. Ein spontanes Drama ohne abgehalfterte D-Promis, ohne embedded anchormen. Hier schwimmern echte fette Menschen in eiskaltem Wasser ums nackte Überleben. UNFREIWILLIG!
Der live zugeschaltete Korrespondent zeichnet ein Bild des Grauens: dramatische Szenen sollen sich abgespielt haben, von „Hautabschürfungen“ ist die Rede. Geschlagene 7 Minuten, immerhin die Hälfte der Sendung, wird der Vorfall ausgeschlachtet. Wolle, das Wahnwitzige Wollknäuel von Welt, fragt, ob es denn in Gaza heute keine „Hautabschürfungen“ gegeben hätte…

Man ist sichtlich bemüht, der Öffentlichkeit weiszumachen, die Absturzursache sei noch ungeklärt. Man warnt vor voreiligen Schlüssen, spekuliert jedoch über einen Zusammenstoß mit einem Vogelschwarm. „Bird Impact“. Wer in aller Welt soll da noch an einen Zufall glauben? Und viel wichtiger: Können ein gewisser Mister Hitchcock und ein gewisse Madame du Maurier posthum dafür belangt werden, dass sie dem internationalen Terrorismus mit einer angeblich fiktiven Geschichte in die Hände spielten?

Doch wie so oft in jüngster Zeit hat das behäbige Urgestein, das sich „professioneller Journalismus“ nennt, seine Rechnung ohne die neuen Medien gemacht. Denn bereits VOR der Notwasserung bloggte mehr als die Hälfte der 150 Passagiere über Mobiltelefone auf Twitter. Feeds die aufgrund eines technischen Fehlers angeblich nicht mehr abrufbar sind.
Die Augenzeugen berichteten, eine Turban tragende, bärtige Möwe hätte sich mit den Worten „Allah ist groß“ in die Turbine des Airbus 320 geworfen.