Archiv der Kategorie 'Medienschelte'

Lyrik-Journal

Was war da schon wieder los beim heute-journal?
Der Bericht über eigennützig integrierte Migranten (KFZ) Meister schloss mit dem geistreichen Kommentar „Der Meister der Zukunft ist ein Türke“.

Man muss sich fragen, ob diesen mißglückten lyrischen Ambitionen einfach nur eine 5 im Deutschunterricht Pate stand, die der zukünftige Kommentator sich durch das Schwänzen der Stunde, in der Celans „Todesfuge“ besprochen wurde, eingehandelt hatte ODER: ob es sich nicht vielmehr um überaus subtile Volksverhetzung handelt.

Öffentlich-rechtliche Sturzflüge

notjewassert
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Nachdem das Moderationsniveau eines unerträglichen Johannes B. Kerner von Beginn seiner Sendung einen trudelnden Sturzflug beschrieb, folgten die „Breaking News“ bei heute nacht:

Notwasserung auf dem Hudson River! 150 Passagiere kommen mit dem Schrecken davon!

Das ist Reality-TV in der ersten Reihe, liebe Zuschauer! Spannender als jede Insolvenz, wilder als jedes Dschungelcamp und aufreibender als jede Abspeckshow. Ein spontanes Drama ohne abgehalfterte D-Promis, ohne embedded anchormen. Hier schwimmern echte fette Menschen in eiskaltem Wasser ums nackte Überleben. UNFREIWILLIG!
Der live zugeschaltete Korrespondent zeichnet ein Bild des Grauens: dramatische Szenen sollen sich abgespielt haben, von „Hautabschürfungen“ ist die Rede. Geschlagene 7 Minuten, immerhin die Hälfte der Sendung, wird der Vorfall ausgeschlachtet. Wolle, das Wahnwitzige Wollknäuel von Welt, fragt, ob es denn in Gaza heute keine „Hautabschürfungen“ gegeben hätte…

Man ist sichtlich bemüht, der Öffentlichkeit weiszumachen, die Absturzursache sei noch ungeklärt. Man warnt vor voreiligen Schlüssen, spekuliert jedoch über einen Zusammenstoß mit einem Vogelschwarm. „Bird Impact“. Wer in aller Welt soll da noch an einen Zufall glauben? Und viel wichtiger: Können ein gewisser Mister Hitchcock und ein gewisse Madame du Maurier posthum dafür belangt werden, dass sie dem internationalen Terrorismus mit einer angeblich fiktiven Geschichte in die Hände spielten?

Doch wie so oft in jüngster Zeit hat das behäbige Urgestein, das sich „professioneller Journalismus“ nennt, seine Rechnung ohne die neuen Medien gemacht. Denn bereits VOR der Notwasserung bloggte mehr als die Hälfte der 150 Passagiere über Mobiltelefone auf Twitter. Feeds die aufgrund eines technischen Fehlers angeblich nicht mehr abrufbar sind.
Die Augenzeugen berichteten, eine Turban tragende, bärtige Möwe hätte sich mit den Worten „Allah ist groß“ in die Turbine des Airbus 320 geworfen.