Lyrik-Journal

Was war da schon wieder los beim heute-journal?
Der Bericht über eigennützig integrierte Migranten (KFZ) Meister schloss mit dem geistreichen Kommentar „Der Meister der Zukunft ist ein Türke“.

Man muss sich fragen, ob diesen mißglückten lyrischen Ambitionen einfach nur eine 5 im Deutschunterricht Pate stand, die der zukünftige Kommentator sich durch das Schwänzen der Stunde, in der Celans „Todesfuge“ besprochen wurde, eingehandelt hatte ODER: ob es sich nicht vielmehr um überaus subtile Volksverhetzung handelt.

Fun things to do with duct tape, part 1

Spätestens seit Künstler Galeristen an die Wand tapen und College-Studenten ihre betrunkenen Kommilitonen, wissen wir, wie vielseitig duct tape ist. Auch für uns gilt der Grundsatz: „If you can‘t fix it with duct tape, you haven‘t used enough!“

Deshalb werden wir in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf das Plastikband legen und diverse Phänomene aus dessen Perspektive beleuchten. Die ersten beiden sind uns bereits letzte Woche aufgefallen:

Tom „freaked-out-scientologist-at-opera“ Stauffenberg in Berlin-Friedrichshain,

sowie ein Exponat im Keller der äußerst sehenswerten Ausstellung „Embedded Art“ in der Akademie der Künste.

Sind wir noch ganz Papst?

palpatin

Papst Palpatin II. zeigt endlich sein wahres Gesicht.
Hoffen auf Obama wan Kenobi.

Mehr möchte ich zur aktuellen Diskussion nicht beitragen.

SMS-Verkehr zwischen Liebenden

- du kannst mich mal!
- gerne. wo und wann?
- am arsch und für immer!
- du weißt worauf ich stehe..
- arschloch!
- was geht denn? lass mich in ruhe, du kuh!
- kein problem! für die nächsten 100 jahre!
- warum nicht gleich 200?
- weil wir solange nicht leben werden!
- ich schon!
- ok, ich machs 100, du kannst ja auf 200 verlängern.
- sprich mich dann bloß nicht an. sonst verliebe ich mich noch in dich…
- kann ich mir vorstellen. du verliebst dich ja sowieso alle zwei wochen.
- hallo? das war ironisch gemeint.
- ?? wie jetzt?
- ich liebe dich!
- wirklich?
- ich schwöre!

Die Operation frisst Ihre Kinder

Auch Ihre Kinder können Operation Operation treffen

Operation Operation – Demo EP

Operation Operation nennt sich eine Truppe Berliner Rockenthusiasten. Ein Bandname wie eine chinesische Fingerfalle: Wer nur flüchtig über den Sinn der Formel nachdenkt, ist gefangen und dreht sich auf ewig im Kreis. Handelt es sich um einen taktisch geplanten chirurgischen Eingriff? Einen Eingriff in den Eingriff? Ein militärisches Engagement unter dem Deckmantel der eigenen Bezeichnung? Es hat keinen Zweck, man wird verrückt und ist dann gerade richtig auf dem Konzert der drei Operatoren, die seit gut zwei Jahren gemeinsam in Rock machen, sich aber bisher nicht auf die Bühne getraut haben. Stattdessen haben sie die Zeit damit verplempert, in einem schimmligen Kellerloch auf ihre Plattensammlungen zu onanieren, alte Evan Dando-Interviews zu rezitieren und vom großen Stardom zu träumen.

So weit, so unspektakulär, wären da nicht zwei feine EPs, die fast nebenbei entstanden sind und uns zugespielt wurden. Darauf dokumentiert sind ein unbändiger Geltungsdrang, ein unausgeglichener Hormon-Haushalt, eine ungesunde Vorliebe für diverse Suchtmittel, ausreichend kreativer Irrsinn und ein fundamentales Verständnis für alles, was die alte Erzählung Rock auch heute noch so spannend macht. Denn so kyptisch der Name der Formation, so klar ist ihre Mission. Operativer Schwerpunkt: Gitarrenriffsezieren am offenen Herzen unter Basstrommelfeuer.

Wer diese EPs hat, hat’s also gut. Leider sind sie sehr schwer zu bekommen. Die erste Auflage wurde nie veröffentlicht, die zweite ging komplett nach Japan. Allerdings sollen die marginalen privaten Restbestände noch diese Woche in einem bekannten Berliner Sexclub verschoben werden. Ganz nebenbei haben die Halbgötter in Camouflage dann auch noch ein operatives Stelldichein mit dem kranken Publikum und es kursieren Gerüchte von multipler Membranophonie. Ob sie in unschuldigen Kitteln oder im ebenso blutrunstügen Camouflage-Look auf die Bühne kommen, bleibt abzuwarten. Auf Ihren Bandfotos tragen sie vorsichtshalber gar nichts.
Eines scheint jedoch sicher zu sein: Die Operation frisst Ihre Kinder. Und wenn sie Ihre Kinder nicht erwischt, dann halt ihre eigenen oder wer sich sonst noch vor die Bühne traut. Ein schöneres Ambiente als die brutal sexuell aufgeladene Atmosphäre dieses verruchten Clubs kann man sich für dieses Ereignis kaum vorstellen.

Wer uns treffen will: Wolle hängt am Andreaskreuz und Oliver in der Fickschaukel. See you.

Wolli & Olli

22.01. Operation Operation – 22h, Live @ Sage Club Berlin
Free Entry mit dem Passwort „Hot Karl“